
In der vergangenen Projektwoche trafen die Schulkinder der UNESCO Grundschule Norken und die Vorschulkinder der UNESCO Kita Nauberg Räuber aufeinander, um gemeinsam das Thema "Grenzen überwinden" zu entdecken. Vier Tage lang konnten die Kinder in jahrgangsgemischten Gruppen verschiedene Stationen ausprobieren — jede Station setzte andere Schwerpunkte und lud zum Ausprobieren, Nachdenken und Ausdrücken ein.
Jeden Morgen starteten alle Gruppen gemeinsam im Dorfgemeinschaftshaus. Als verbindendes Ritual wurde unser umgedichtetes Schullied „We will rock you“ gesungen, ein musikalischer Auftakt, der Gemeinschaft fühlen ließ und die Projektidee lebendig machte.
Am ersten Tag gab es zudem eine kurze PowerPoint Präsentation: Den Kindern wurde altersgerecht erklärt, wofür eine UNESCO Schule beziehungsweise eine UNESCO Kindertagesstätte steht: für Weltoffenheit, Toleranz, kulturelle Vielfalt und gemeinsames Lernen über Grenzen hinweg.
In der Turnhalle standen unterschiedliche Parcours bereit, in denen die Kinder ihre körperlichen Grenzen austesten konnten. Balancieren, Klettern und Hindernisse überwinden; hier wurde sichtbar, wie viel Mut und Ausdauer in jedem steckt. Sandy Brand und Ramona Weber begleiteten die Kinder, lobten kleine Fortschritte und halfen, Ängste zu überwinden.
Gefühlt und gestaltet wurde im Jugendraum von Norken: Mit kleinen Lehmsteinen bauten die Kinder Brücken, Türme und Gebäude zum Thema. Beim gemeinsamen Bauen mit Christiane Gudelius entwickelten sich Ideen, es entstanden Gespräche über Stabilität und Verbindung; symbolisch für das, was es braucht, um Grenzen zu überwinden: Kooperation, Kreativität und Ausprobieren.
In der Kita drehte sich alles um zwei Bilderbücher: „Das kleine Ich bin Ich“ und „Irgendwie anders“. In altersgerechten Gesprächen und kleinen Übungen setzten sich die Kinder unter der Anleitung von Miriam Amelsberg mit dem Thema Anderssein auseinander und sprachen über die Welt der Gefühle. Dabei wurden Empathie und Toleranz gefördert: Die Kinder lernten, Unterschiede zu akzeptieren und die eigenen Gefühle besser auszudrücken.
Einen ganz praktischen Zugang zum Thema bot die Küche des Dorfgemeinschaftshauses: An jedem Tag kochten Melanie Hannappel, Yvonne Leonhardt und Marzena Sannert mit den Kindern eine Spezialität aus einem anderen Kontinent. So wurde die Projektwoche zu einer kleinen Weltreise mit neuen Geschmacks und Geruchserlebnissen, die neugierig machten und Brücken zwischen Kulturen bauten.
Den Abschluss bildete eine große Präsentation am Mittwoch, dem 3. Juni, im Dorfgemeinschaftshaus. Die Kinder berichteten in kurzen Beiträgen von ihren Stationen, führten einen kleinen Sketch auf, in dem die zentralen Inhalte der Bilderbücher noch einmal lebendig wurden, und präsentierten die im Jugendraum gebauten Türme, Brücken und Häuser in einer Ausstellung. Außerdem zeigten viele Plakate und eine PowerPoint Präsentation die schönsten Szenen aus der Turnhalle und den anderen Stationen, ein lebendiges Tagebuch voller Eindrücke.
Das kulinarische Buffet war das i Tüpfelchen der Veranstaltung: Eine Fülle an Gerichten aus verschiedenen Teilen der Welt brachte nicht nur Abwechslung auf die Teller, sondern setzte auch das verbindende Motto der Woche „Grenzen überwinden“ genussvoll in Szene.
Die Projektwoche verband Bewegung, Kreativität, Literatur und Kulinarik zu einem vielschichtigen Erlebnis. Kinder, Lehrerinnen, Erzieherinnen und Helferinnen arbeiteten zusammen, probierten Neues aus und erlebten, wie bereichernd es ist, über eigene Grenzen hinauszuwachsen, körperlich, emotional und kulturell. Das gemeinsame Lernen und Feiern zeigte eindrücklich: Grenzen lassen sich überwinden, wenn man miteinander ins Gespräch kommt, sich gegenseitig unterstützt und offen für neue Erfahrungen bleibt.
Ein besonderer Dank gilt der Ortsbürgermeisterin Simone Jungbluth, die uns bei all unseren Vorhaben stets tatkräftig unterstützt, ohne sie wäre all dies nicht möglich gewesen. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Eltern, die sich während der Projektwoche engagiert eingebracht und am Präsentationstag mit zahlreichen Delikatessen unser Buffet bereichert haben.
Einen musikalischen Schulvormittag konnten die Dritt- und Viertklässler der UNESCO-Projektschule mit einem Konzertbesuch in Betzdorf erleben. Gemeinsam mit Kindern der Grundschule Neunkhausen besuchten sie ein Schulkonzert der Philharmonie Südwestfalen, welches in der Betzdorfer Stadthalle veranstaltet wurde. Mit vielen anderen Grundschülern fieberten sie dem Beginn des Konzerts in der prall gefüllten Stadthalle entgegen.
Das Schulkonzert stand unter dem Motto „Komponisten bei der Arbeit“ und befasste sich mit den unterschiedlichsten Fragen rund um das Erfinden von Melodien, Harmonien und Rhythmen. Bereits im Vorfeld hatten sich die Kinder gründlich auf das Konzert vorbereitet. Lieder, Klatschverse und Bewegungen wurden im Musikunterricht Wochen vorher einstudiert, um sie beim Konzert einbringen zu können. Denn schließlich war dies ein „Mitmachkonzert“.
Die Musikpädagogin Claudia Runde führte durch das Programm und bezog immer wieder alle Schüler mit ein, die ihre einstudierten Lieder in den Orchesterstücken wiedererkannten und so einstimmen konnten.
Zu Mozarts bekanntem Stück „Eine kleine Nachtmusik“ begleiteten die Kinder das Orchester mit Bodypercussion in Form von Klatschen, Schnipsen und anderen Körperklängen. Einem bekannten, klassischen Stück wurde dadurch ein besonderer Pep verliehen und den Kindern auf besondere Weise zugänglich gemacht.
Auch das „Tonleiter-Lied“, welches aus der Feder des anwesenden Dirigenten Anar Bramo stammt, sangen und tanzten die Kinder mit viel Spaß. Das melodisch schwungvolle Lied bewies klaren Ohrwurmcharakter.
Neben weiteren Komponisten wie Tschaikowski und Grieg, die die Philharmoniker vorstellten, konnten die jungen Zuhörer aber auch der bekannten Filmmusik „Pirates of the Caribbean“ lauschen.
Zu Beethovens neunter Sinfonie entstand schließlich ein imposanter Kinderchor im Saal. Die „Ode an die Freude“ war deutlich im Saal zu spüren und sorgte für einen Gänsehautmoment.
Der Besuch des Schulkonzerts der Philharmonie Südwestfalen hinterlässt trotz anfänglicher Skepsis bei allen Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrerinnen der UNESCO-Schule nachhaltige Begeisterung. Wie schön, dass es sich hier um ein regelmäßig wiederkehrendes pädagogisches Projekt handelt.
Herzlich bedanken möchten wir uns beim Förderverein der Grundschule Norken für die Kostenübernahme des Schulkonzerts bedanken. Es hat sich gelohnt!
Die UNESCO-Projektschulen in Rheinland-Pfalz trafen sich am 19. und 20. Februar zu ihrem Frühjahrstreffen. Gemeinsam mit Referenten aus dem Bildungsministerium, dem Pädagogischen Landesinstitut sowie der Projektmanagerin Bildung der Bundesgartenschau tauschten sich die Teilnehmer über verschiedene Aspekte der Bildung aus. Schwerpunkte waren: Bildung für nachhaltige Entwicklung (die Schulen erörterten, wie nachhaltige Praktiken in den Unterricht integriert werden können), Schulentwicklung (Strategien zur Weiterentwicklung von Schulen im Sinne der UNESCO-Ziele wurden vorgestellt und diskutiert) und gemeinsame Projekte (es wurden Ideen für zukünftige Kooperationen und Projekte ausgetauscht, um die UNESCO-Ideale weiter zu fördern).
Ein Höhepunkt des Treffens war der Besuch der Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt an der Weinstraße. Diese eindrucksvolle Stätte bot den Teilnehmern die Möglichkeit, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und die Bedeutung von Gedenkstätten im Bildungsprozess zu reflektieren.
Anschließend fand ein Austausch am Kurfürst-Rupprecht-Gymnasium statt. Die Schule beeindruckte die Teilnehmer mit ihrem aktiven Engagement, den UNESCO-Gedanken im Schulalltag umzusetzen.
Das Frühjahrstreffen der UNESCO-Projektschulen in Rheinland-Pfalz war ein voller Erfolg. Die Teilnehmer konnten wertvolle Impulse für ihre eigene schulische Praxis mitnehmen und neue Netzwerke knüpfen. Der Austausch über Bildung, nachhaltige Entwicklung und die Besuche von bedeutenden Orten der Erinnerung trugen dazu bei, das Bewusstsein für die UNESCO-Ziele weiter zu stärken.
Nach vielen Jahren der Pause lud die Kirmesgesellschaft Norken endlich wieder zum Kinderkarneval mit anschließender Aftershowparty ein. Die Veranstaltung fand in einem liebevoll geschmückten Saal statt und begann pünktlich um 14:11 Uhr.
Das Programm bot eine Vielzahl von tollen Auftritten, die die Zuschauer begeisterten. Besonders hervorzuheben sind die Tanzgruppen aus Daaden, Westerburg, Nauroth und Rennerod Diese Gruppen präsentierten beeindruckende Tänze, die sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen in ihren Bann zogen.
Ein weiteres Highlight waren die drei Auftritte der Solomariechen, die mit ihrem Können und ihrer Ausstrahlung das Publikum begeisterten. Auch unsere Grundschule war aktiv beteiligt und brachte tolle Programmpunkte auf die Bühne.
Besonders mutig waren einige Kinder, die einen eigenen Auftritt zu Hause einstudiert hatten und diesen stolz auf der großen Bühne präsentierten. Ihre Leistungen wurden mit viel Applaus belohnt.
Die Moderation der Veranstaltung übernahm Miriam Amelsberg.
Ein herzlicher Dank geht an die vielen Helferinnen und Helfer, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Ohne euren unermüdlichen Einsatz wäre so eine Veranstaltung nicht möglich gewesen.
Am Tag der Halbjahreszeugnisausgabe fand trotz Krankheitswelle unser traditionelles Völkerballturnier statt. Die Veranstaltung erfreute sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit und sorgte für viele spannende Momente, die sowohl von den Spielern als auch von den Zuschauern mit großer Begeisterung verfolgt wurde.
Nachdem alle Spiele ausgetragen waren, setzte sich die Gruppe „Gelb“ durch. Diese Gruppe bestand aus Jackson (1), Wiebke (2), Leo (3), Johanna (4), Sam (4) und Mattis (4).
Alle Teilnehmer hatten viel Spaß, und die Atmosphäre war von sportlichem Ehrgeiz und Fairness geprägt. Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr!